Jack und Annie, ein glückliches Paar im heutigen New York. Er, vielversprechender Autor, sie,
Hausfrau, die sich ihren Alltag mit "Glückspillen", Amphetaminen (Speed), verschönert. Als
sich ein prominenter Verleger für Jacks Roman interessiert, gerät das Leben von Jack und Annie
außer Kontrolle. Die Party des Verlegers wird zum peinlichen Desaster: Annie ist auf Speed und sagt
unverblümt, was sie von den Partygästen hält. Jack sieht seine Chance auf Erfolg zunichte gemacht.
Doch das Paar verbindet ein Geheimnis, das jetzt ans Tageslicht zu kommen droht.
Der amerikanische Drehbuchautor und Dramatiker Zach Helm hat mit "Speed" eine große
Liebesgeschichte und eine aberwitzige Satire auf den Literaturbetrieb geschrieben.
Die Uraufführung von "Speed" in der Regie von Hollywoodstar John Malkovich wurde 2007 in
Paris von der Kritik und dem Publikum bejubelt und 2008 in der Kategorie "Beste Regie" mit dem
begehrten Theaterpreis "Molière" und dem französischen "Crystal Globe Award" für das beste Stück
ausgezeichnet.
Pressestimmen:
Sandra Cervik und Raphael von Bargen sind ein wunderbares Paar in der stimmigen Inszenierung von
Stephanie Mohr, die die beiden Protagonisten ihre Emotionen derart nach außen kehren, ausleeren
lässt, dass man als Besucher, was im Theater sehr selten ist, manchmal das Gefühl hat, Teil des
Geschehens zu sein.(...)Die Josefstadt wächst mit dieser Produktion über sich hinaus und stürzt
sich wagemutig in existenzielle Abgründe, die auch dem Bürgertum nicht fremd sein dürften.
Freilich: Wie das Abonnement-Publikum diese inhaltlich melancholische und sprachlich brachiale
Aufführung aufnehmen wird? (Die Presse)
Herausragend die schauspielerische Leistung von Sandra Cervik als amphetaminsüchtige Annie, deren
abrupte Stimmungswechsel sie facettenreich darstellt. Sie bekam dafür den meisten Applaus des
Premierenpublikums. (Ö1)
Sandra Cervik(…)changiert im Laufe des fast dreistündigen Abends mühelos zwischen hervorragend
gelaunt und zu Tode geschunden. Ihr zur Seite steht mit Raphael von Bargen ein etwas junger, naiver
und vor allem liebender Ehemann, der alles tun würde um seine Frau vom Speed wegzubekommen.(…)Mit
Christian Futterknecht als etwas grobschlächtigem Verleger Stuart, Peter Scholz als schmierigem,
geldgierigen Kleinverleger Charlie und Dominic Oley als aalglattem, arroganten Literaturkritiker
hat Stephanie Mohr einen dynamischen Cast gefunden, an dem Annie ihren Wahnsinn abarbeiten kann.
Das Zusehen bei dieser Selbstzerstörung schmerzt bisweilen. Aber gesehen haben sollte man diesen
Höllentrip allemal. (APA)
Sandra Cervik spielt sich so hektisch wie erbarmungswürdig als Annie die Seele aus dem Leib(…)Wenn
das keinen „Nestroy“ als beste Hauptdarstellerin ergibt, was dann? Wer soll ihr dergleichen
nachspielen? (Der neue Merker)
Wie wirkungs-, anspruchsvoll und heutig ein raffiniert konstruierter Psychothriller auf der Bühne
sein kann, beweist der US-amerikanische Drehbuch-Autor Zach Helm, der mit "Speed", 2007 ein
nachhaltiges Theaterdebüt feierte. Und nun kann auch die von Stephanie Mohr inszenierte
deutschsprachige Premiere im Theater in der Josefstadt schlichtweg als Volltreffer bezeichnet
werden.(...)Helm verknüpft in seiner Spielvorlage eine rätselvolle Beziehungsgeschichte mit einer
gekonnten Satire auf den Literaturbetrieb und individuellen Selbstverwirklichungsproblemen. Annie -
brillanter geht’s nicht: Sandra Cervik - als an Bulimie leidende Protagonistin benötigt die
Lifestyle-Droge Speed, um ihre Rolle als für den Haushalt zuständige, attraktive Gattin des kurz
vor dem Durchbruch stehenden Jungautors Jack (Raphael von Bargen) durchzuhalten. Fazit: ein
verstörender, komödiantischer, rundum perfekter Theaterabend. (Wiener Zeitung)
Sandra Cervik schickt ihre tablettensüchtige Annie auf eine Berg- und Talfahrt der Befindlickeit
zwischen euphorischem Glücksgefühl und schierer Verzweiflung. Eine großartige Performance, die beim
Schlussapplaus mit Bravos bedacht wurde. (Kleine Zeitung)
Sandra Cervik und Raphael von Bargen in den Hauptrollen spielen völlig unterschiedlich(…)aber
hinreißend.(…)Die Suizidszene – wir dürfen nicht verraten, wer sie spielt – ist fast unerträglich
gut. (Kurier)
Regisseurin Stephanie Mohr hat im Bühnenbild von Miriam Busch für jene Spannung gesorgt, die dieser
Mix aus Konversationsstück, Krimi, Liebesgeschichte, Handlung aus dem Drogenmilieu und Analyse der
Bestsellermaschinerie braucht und die das Stück zum eindrucksvollen, souverän gespielten Ereignis
macht. (Kronen Zeitung)
Denn (nicht nur) Sandra Cervik als Annie und Raphael von Bargen als Jack legen auf der Bühne eine
Glanzleistung hin.(…)Sandra Cervik steigert sich derzeit von Rolle zu Rolle.(…)Eine starke
Leistung. (Mottingers Meinung)