Als Elevin, gleich nach ihrer Schauspielausbildung in München, spielte die gebürtige
Freiburgerin bei Gustaf Gründgens am Hamburger Schauspielhaus, wo sie als "herbes Gretchen"
begeisterte. Es folgten Engagements an diverse Häuser im deutschsprachigen Raum, u. a.
Schauspielhaus Zürich, Thalia Theater in Hamburg, Volkstheater Wien.
Dem Hamburger Schauspielhaus war sie immer wieder verbunden u.a. spielte sie dort auch bei
Claus Peymann. Am Wiener Burgtheater war sie die Rosalinde in Shakespeares "Wie es euch gefällt",
die Alpha in Musils "Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer", die Maria Stuart oder die Ilse
in Luigi Pirandellos "Die Riesen vom Berge" in der Regie ihres Mannes Giorgio Strehler. Aber auch
Tom Stoppards Stücken wie "Night and Day" und "Das einzig Wahre" verhalf sie in Wien zu Erfolg.
Seit 1973, als sie Giorgio Strehler bei den Salzburger Festspielen kennenlernte, tritt sie in
Italien auf, sowohl im Piccolo Teatro Mailand als auch an vielen anderen Bühnen Italiens (z.B. Rom,
Genova). In Strehlers Regie spielte sie in Italien, bei den Salzburger Festspielen, in Wien und auf
Gastspielen unter anderem die Königin Margarethe in "Das Spiel der Mächtigen", die "Minna von
Barnhelm", in Pirandellos "Die Riesen vom Berge", "Faust", "Die Frau vom Meer", "Lady Windermeres
Fächer" und international besonders akklamiert die Doppelrolle der Shen Te/Shui Ta in Brechts "Der
gute Mensch von Sezuan".
An der Josefstadt war sie zuletzt in "Gefährliche Liebschaften" als Marquise de Merteuil in
"Gespenster" als Helene Alving und in "John Gabriel Borkman" als Ella Rentheim zu sehen.
Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise wie die Goldene Kamera, den Titel
Kammerschauspielerin und die renommierten italienischen Preise: Silberne Maske, Premio Elenora
Duse, Premio Pirandello, Premio Europa.
Derzeit ist Andrea Jonasson in "Lady Windermeres Fächer" zu sehen.